16.06.2020 / Communiqués / /

Roland Fürst und Roland Heim kandidieren 2021 nicht mehr für den Regierungsrat

Die beiden CVP-Regierungsräte Roland Fürst und Roland Heim wurden 2013 gemeinsam in die Solothurner Regierung gewählt und bei den letzten Wahlen klar in ihrem Amt bestätigt. In den vergangenen acht Jahren stand Fürst der Bau- und Justiz-, Heim der Finanzdirektion vor. Die CVP Kanton Solothurn versteht die Entscheide und bedauert sie trotzdem sehr. Der Kanton Solothurn verliert zwei umsichtige und starke Regierungsräte.

Roland Heim tritt altershalber bei den nächsten Wahlen nicht mehr an, Ende Juni 2020 kann er seinen 65. Geburtstag feiern. Die politische Karriere des Stadtsolothurners begann 1981 mit der Wahl in den Verfassungsrat. Anschliessend war er von 1992 bis 2013 Kantonsrat und als solcher unter anderem Präsident der CVP-Fraktion. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit war Heim massgeblich an der Aufgleisung des Massnahmenpaketes zur Stabilisierung der krisengebeutelten Solothurner Finanzen beteiligt. Trotz teilweise einschneidender Massnahmen gelang es ihm immer wieder die Mehrheit des Kantonsrates von der Notwendigkeit des Paketes zu überzeugen. So steht der Kanton Solothurn heute finanziell klar stabiler da als vor Finanzdirektor Heim. Auch die Ausfinanzierung der Solothurner Pensionskasse wurde unter Roland Heim aufgegleist und ist heute auf gutem Wege, genauso die kantonale Umsetzung der AHV-Steuerreform 2020. In seiner Zeit als Regierungsrat bekleidete Roland Heim 2015 und 2018 das Amt als Landammann. Beruflich war der begeisterte Tambour und Chansonnier vor seiner Wahl in den Regierungsrat als Kantonsschullehrer tätig.

Für viele sicherlich überraschender kommt die Entscheidung von Roland Fürst, nicht mehr zu kandidieren. Der Bau- und Justizdirektor kämpft seit geraumer Zeit mit Spätfolgen seiner intensiven sportlichen Vergangenheit. Für das Kurieren braucht er Zeit, die ihm in seiner Funktion als Regierungsrat nicht zur Verfügung steht. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit wurde vom Stimmvolk das neue Raumplanungsgesetz gutgeheissen, dessen Umsetzung auf kantonaler Ebene mit der Überarbeitung des Richtplans vollzogen wurde. Als Baudirektor war Roland Fürst massgeblich an der Arealentwicklung Attisholz Süd und der Ansiedelung von Biogen beteiligt. Auch weitere Projekte wie der Neubau des BBZ Solothurn, die Gesamtsanierung der Kantonsschule Olten, die Sanierung und der Neubau des Bürgerspitals Solothurn sowie die beiden Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekte Aare und Emme wurden unter seiner Ägide vollzogen. Im Bereich Verkehr gleiste er die Sanierung wichtiger Strassenabschnitte auf und verhinderte die drohende Streichung des Fernverkehrshalt in Grenchen und die Stilllegung des Weissensteintunnels. In den Jahren 2016 und 2019 stand Roland Fürst der Regierung als Landammann vor. Der 59-jährige Naturwissenschaftler war vor seiner Wahl unter anderem sieben Jahre Direktor der Solothurner Handelskammer. Von 1993 bis 2007 war der begeisterte Fotograf Gemeindepräsident von Gunzgen und von 2005 bis 2013 Mitglied des Kantonsrates.

Die CVP Kanton Solothurn dankt Roland Fürst und Roland Heim bereits heute herzlich für ihren riesigen Einsatz und ihre ausgezeichnete Arbeit als Mitglieder des Regierungsrates. Der Kanton Solothurn verliert zwei kompetente und umsichtige Staatsmänner. Zur Koordination der Regierungsratswahlen hat der Kantonalvorstand beschlossen eine Findungskommission unter Leitung von alt Regierungsrat Walter Straumann einzusetzen. Die Nomination erfolgt am 5. November im Bienkensaal in Oensingen.

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