22.06.2019 / Die CVP im Kantonsrat, Sessionskommentare / Sozialwerke /

Reduktion der Sozialhilfequote

Mit unserem Auftrag «Massnahmen zur Reduktion der Sozialhilfequote» wollen wir die Regierung ermutigen, zusammen mit den Gemeinden den Kampf gegen einen weiteren Anstieg der Sozialhilfequote noch engagierter zu führen. Dies ist nach unserer Überzeugung im allseitigen Interesse.

Die junge Mutter, die lieber arbeiten als zum Sozialamt gehen möchte, wäre dankbar für einen guten und finanzierten Kitaplatz. Ein junger Erwachsener, der unsere Sprache nicht gut spricht und keine anerkannte Ausbildung hat, wäre dankbar, wenn er die Chance zu einer solchen bekäme. Und wer nicht kann oder nicht will, der soll im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren zur Freiwilligenarbeit verpflichtet werden. Auch wenn eine Person nicht oder vorübergehend nicht in der Lage ist, im ersten Arbeitsmarkt tätig zu sein, so sind eine Aufgabe und eine Tagesstruktur dennoch extrem wichtig – nicht zuletzt für die soziale Integration und die Würde.

Unser Auftrag will eine Verkürzung der mittleren Verweildauer in der Sozialhilfe. Sie muss wieder temporäre Hilfe und kein Dauerzustand sein. Das ist gleichermassen eine Frage christlicher Nächstenliebe als auch finanzpolitischer Rationalität. Das geht aber nur, wenn wir die Fälle nicht verwalten, sondern coachen. Das kann auch mit Investitionen verbunden sein, aber diese werden sich sehr schnell bezahlt machen. Wir sind dankbar, dass die Regierung, die Sozial- und Gesundheitskommission und auch der Verband der Solothurner Einwohnergemeinden unser Anliegen im Vorfeld der anstehenden Kantonsratsdebatte sehr positiv aufgenommen haben.