08.02.2017 / Artikel / /

C-Dur mit Bundespräsidentin Doris Leuthard & Philipp Fankhauser

Am letzten Freitagabend lud Josef Maushart gemeinsam mit der CVP Kanton Solothurn nach Bellach zur ersten C-Dur ein, einem gelungenen Mix aus politischen Standpunkten und musikalischem Happening. Der Premiere beigewohnt haben 400 Interessierte, darunter Bundespräsidentin Doris Leuthard und Bluesmusiker Philipp Fankhauser.

Der CEO der Fraisa SA in Bellach habe nach Wegen und Möglichkeiten gesucht, um zu erklären, was ihn antreibt und motiviert, in die Politik einzusteigen. Dabei herausgekommen ist die C-Dur, deren Premiere am Freitagabend wenige Meter vom Firmenstandort entfernt, im Turbensaal, stattfand.

Bundespräsidentin Doris Leuthard erwähnte in ihrer Ansprache zu Beginn der C-Dur, dass die Firma Fraisa vieles verkörpere, was die Schweiz stark mache, etwa Innovation und Präzision, aber auch Offenheit und Kooperation. Klassische Werte, denen unser Land seinen Wohlstand verdanke – und doch: Stehen bleiben dürfen man nicht. Entwaffnend ehrlich bekannte sie, dass auch der Bundesrat nicht auf alle Fragen eine rasche Antwort habe. Aber just mit Blick auf die Unsicherheiten und bevorstehenden Wahlen in den umliegenden Ländern gelte: «Die Schweiz ist ein stabiler Fels in der Brandung.» In der Folge ging sie auf zwei nationale Vorlagen vom 12. Februar näher ein: Unternehmenssteuerreform und Nationalstrassenfonds.

Maushart lobte in seiner Rede die Schweiz und ihr System der Checks and Balances und erinnerte daran, dass kein anderes Land Sachfragen öffentlich so breit diskutiere und am Ende noch darüber abstimmen lasse. Sicherheit, Wohlstand und Perspektiven treibten die Menschen in der westlichen Welt um. Güter, welche der Staat nicht alleine bereitstellen könne, sondern nur die Bürger gemeinsam – einerseits als Wirtschaft, andererseits als Verkörperung des Staates. Er redete einer besser Chancenentwicklung und besseren Chancenverteilung das Wort. Dem Schaffen gut bezahlter Jobs. Weil wir dringend und zwingend ein Beschäftigungswachstum bräuchten, das deutlich höher als die Bevölkerungsentwicklung liege. Der Gastgeber der C-Dur plädierte auch, ganz im Sinne der Regierung, für die Schaffung eines umfassenden Wirtschaftsförderungskonzeptes. Maushart ist davon überzeugt: «In einer Demokratie reicht es nicht, im Durchschnitt reich zu sein. Es geht den Starken, den oberen 50 Prozent der Einkommensskala, nur gut, wenn wir die unteren 50 Prozent der Skala stärken!»

CVP-Kantonalpräsidentin Sandra Kolly beschwor in ihrer kurzen Rede schlussendlich die Kraft der Argumente in politischen Diskussionen und erteilte billigem Stammtischgerede eine Absage.

Nach einem leckeren kulinarischen Gang und der Gelegenheit, sich auszutauschen, spielte der Schweizer Bluesmusiker Philipp Fankhauser mit Band auf. Ein wunderbarer Ausklang eines aussergewöhnlichen Abends.

Der Termin der nächsten C-Dur steht bereits: Der 26. Januar 2018.

Einige Impressionen hier (© Patrick Lüthy/IMAGOpress.com):