19.12.2013 / Artikel / / , ,

Sessionskommentar Dezember 2013

Sowohl Befürworter des jetzigen Modelles wie die Urheber der jetzt zu behandelnden  Aufträge nehmen für sich in Anspruch, nur das Beste für die Schule und ihre SchülerInnen zu wollen. Die Diskussionen werden sowohl von den Befürwortern wie auch von den Gegnern sehr emotional geführt.

Während die einen sagen, dass nur ein paar „Ewiggestrige“ Lehrkräfte sich nicht mehr anpassen wollen, weist die andere Seite darauf hin, dass die durch den LSO kürzlich publizierte Umfrage aufzeigt, dass 60% der Klassenlehrkräfte und somit die Hauptverantwortlichen mit der Integration (zumindest so wie sie jetzt läuft) nicht einverstanden sind.  Auch die Kosten, welche die integrative Schule verursacht, werden extrem kontrovers diskutiert:  Während die Befürworter immer wieder behaupten, dass das Modell gegenüber der separativen Schule kostenneutral sei, weist die Gegenseite darauf hin, dass aktuell die Aufgaben der Heilpädagogen zu einem guten Teil von nicht ausgebildeten Lehrkräften wahrgenommen werde. Würden nur ausgebildete Heilpädagogen eingesetzt, käme die integrative Schule auf jeden Fall teurer zu stehen.
„Der Zug ist abgefahren“ sagen die Befürworter und weisen mit einem gewissen Recht darauf hin, dass der Kantonsrat schon mehrfach klar ja zum integrativen Unterricht gesagt habe. Die andere Seite nimmt für sich in Anspruch, dass unter den damaligen Umständen die Tragweite des Entscheides nicht absehbar gewesen sei und machen dem DBK? den Vorwurf, nicht immer mit offenen Karten gespielt zu haben.
Zudem hat der Kantonsrat im Zusammenhang mit dem Massnahmenplan13 festgehalten, dass im Bildungsbereich keine neuen Reformen mehr erwünscht sind. Eine Umkehr käme dem jedoch sehr nahe.
In diesen Spannungsfeldern zu einem richtigen, ausgereiften Entscheid zu kommen, wird für den Kantonsrat eine riesige Herausforderung sein!

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