06.05.2018 / Die CVP im Kantonsrat / Familie / ,

Entwicklung der Sozialhilfe im Kanton Solothurn

Die Zahl der Sozialhilfeempfänger im Kanton Solothurn hat sich zwischen 2008 und 2016 verdoppelt. Das bedeutet doppelte Kosten und doppelte Not! Unsere Fraktion frägt nach den Ursachen für Armut und will diese bekämpfen.

Von Sozialhilfe betroffen sind in sehr vielen Fällen Alleinerziehende und deren Kinder. Die zweite grosse Gruppe bilden Personen ohne nachobligatorische Berufsausbildung. 52% der Sozialhilfeempfänger sind Schweizer Bürger, 32% sind Personen mit Niederlassungbewilligung C. Sozialhilfeempfänger sind also zu 84% Schweizer und solche, die langfristig hier mit uns leben. Wir sind überzeugt, dass mit Hilfe zur Selbsthilfe zumindest ein Teil der heutigen Sozialhilfeempfänger wieder in die einkommensmässige Unabhängigkeit zurückgebracht werden kann.

Für Alleinerziehende drängt sich der Weg über einen Wechsel von der Sozialhilfe hin zur Finanzierung von KiTa und Tagesschulen bei gleichzeitiger Aufnahme der Erwerbstätigkeit auf. Das zweite grosse Risiko, das Fehlen einer Berufsausbildung geht oft Hand in Hand mit einem Migrationshintergrund. Während 82% aller Schweizer ohne Migrationshintergrund eine Berufsausbildung haben, haben 38% der Ausländer der 1. Generation und 32% der Ausländer der 2. und 3. Generation keine Berufsausbildung. Berufsausbildung in unserem Sinne existiert in den Herkunftsländern einfach nicht. Hier muss der Weg über die Berufsausbildung im Erwachsenenalter führen. Dazu gibt es erfolgreiche Modelle, die wir nutzen sollten, noch bevor Mitbürger mit Migrationshintergrund in die Sozialhilfe geraten.