04.11.2017 / Die CVP im Kantonsrat / Bildung /

CVP stärkt das duale Berufsbildungssystem im Kanton Solothurn

Das duale Berufsbildungssystem der Schweiz gilt mittlerweile weltweit als Vorzeigemodell, das eine tiefe Jugendarbeitslosigkeit gewährleistet, für eine bedarfsgerechte Nachwuchsausbildung sorgt und heute aufgrund der Durchlässigkeit des Systems einen zweiten, gleichwertigen Weg bis hin zum Hochschulstudium ermöglicht. Pro Jahr werden im Kanton Solothurn 2300 neue Lehrverhältnisse abgeschlossen. 63% aller Knaben und 49% aller Mädchen wählen nach der obligatorischen Schulzeit diesen Weg.

Im Rahmen einer Interpellation hat die CVP, nun den Zubringer zur beruflichen Ausbildung, die Sekundarstufe der Volksschule, genauer beleuchtet. Dabei zeigt sich, dass rund 20% den progymnasialen Zweig Sek P wählen, während 38 % die Sek B (Basis) und 42% die Sek E (erhöhte Anforderungen) besuchen. Die CVP setzt sich dafür ein, einerseits die Chancen der Sek B Schüler auf dem Lehrstellenmarkt zu verbessern und andererseits auch in der Sek P künftig in den Klassen 7 und 8 einen regulären Unterricht in Berufsorientierung anzubieten. Dies drängt sich auf, weil ca. 25 % aller Schüler den Sek P- Weg nicht zu Ende gehen, sondern zwischenzeitlich in eine berufsorientierte Ausbildung im dualen System oder der Fachmittelschule wechseln. Die CVP will sicherstellen, dass diese Jugendlichen, deren fachliches Potential ja überdurchschnittlich hoch ist, diesen wegweisenden Entscheid auf einer soliden Grundlage treffen können. Den Aufwand dafür beziffert der Regierungsrat mit Fr. 270.000.- jährlich. Dieser Betrag erscheint sowohl angesichts der grossen Bedeutung des Berufsentscheides für die betroffenen Jugendlichen als auch gemessen am gesamten Staatsbeitrag für die Volksschule in Höhe von 101 Mio. Fr. pro Jahr vertretbar.