27.06.2017 / Uncategorized / Wirtschaft und Verkehr /

Sessionskommentar: Poststellenschliessungen

Der Abbauprozess des Poststellennetzes schreitet in einem rasanten Tempo voran. Verlierer sind vor allem jene Bevölkerungskreise, welche die digitalen Möglichkeiten nicht nutzen können und nicht mobil sind.

Die Postagenturen in den Dorfläden als Ersatz der Poststellen befriedigen längst nicht in allen Teilen. Die Post bildet das Agenturpersonal mangelhaft aus und viele Dienstleistungen werden nicht oder nur dürftig angeboten. Das ist nicht der gewünschte Service public, welcher wir privat wie auch geschäftlich dringend benötigen.

Poststellen sollen in den Regionen gut verteilt erhalten bleiben und Agenturen müssen professionelle und umfangreiche Dienstleistungen anbieten. Die Post wird unseren Forderungen unter den heutigen gesetzlichen Vorgaben nicht nachkommen; die aktuelle rücksichtslose Vorgehensweise zeigt dies klar auf. Das Postgesetz ist umgehend anzupassen. Dies ist eine dringende Aufgabe des Bundesparlaments.  Die Gemeinden und auch der Kanton sind der Post gegenüber gewissermassen machtlos. Diese Machtlosigkeit wollen wir nicht weiter hinnehmen.

Die Post als staatsnaher Betrieb setzt einen politischen Leistungsauftrag um. Schaffen wir also die Möglichkeit, diese Frage politisch zu diskutieren und den Leistungsauftrag anzupassen. Als Kantonsparlamentarier können wir eine Standesinitiative ergreifen, um das nationale Parlament zu beauftragen, eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten und dem Schweizer Stimmvolk zur Abstimmung vorzulegen. Dies werden wir in dieser Session anpacken!

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