01.04.2017 / Artikel / Umwelt und Energie / , , , ,

Für die sichere, saubere und inländische Energieversorgung

Die Schweiz importiert jährlich Energie im Wert von über zehn Milliarden Franken. Wir werden zu über 75 Prozent von ausländischen Energieträgern versorgt und zu über 65 Prozent von fossilen. Wir heizen mit Öl, fahren mit Benzin und Diesel, produzieren Strom aus Uran. Diese Situation ist volkswirtschaftlich, klimapolitisch und strategisch unhaltbar.

Wir müssen raus aus dieser Situation, hin zu einer Energieversorgung, die sicher ist, sauber, möglichst inländisch und überdies noch zu akzeptablen Preisen erschwinglich. Der einzige bisher aufgezeigte Weg in diese Richtung ist die Energiestrategie 2050.

Die Energiestrategie ist der vernünftigen Weg der Kompromisse: Die Erneuerbaren Energien werden gefördert, die Förderung wird aber befristet – keine Spur von endloser Subventionitis. Der Preis für die saubere Energie: 40 Franken pro Jahr für eine Durchschnittsfamilie. Die Energieeffizienz wird z.B. durch die Aufstockung der Beiträge an das Gebäudeprogramm der Kantone gesteigert. Verbesserte Gerätevorschriften und Vorgaben für die Fahrzeugimporteure erhöhen die Effizienz ohne Komforteinbusse.

In einem energiepolitischen Umfeld, in welchem ein regelrechter Krieg herrscht (und das tragischer Weise sogar Kriege auslöst), lassen sich nicht alle Probleme auf einen Schlag lösen. Die Gegner der Energiestrategie wollen aber gar nichts tun und festhalten am Geldfluss in die Öl- und Gasförderländer – und damit zu den Scheichs und zu Putin, die sonst immer als Lieblingsfeinde herhalten müssen.

Übrigens: Das Wort „Fukushima“ habe ich bis jetzt nicht gebraucht. Die Energiestrategie ist nämlich keineswegs eine Panikreaktion auf den Super-Gau – aber das richtige Instrument, um schrittweise aus der Atomkraft auszusteigen.

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